Freitag, 9. Januar 2026

Ein weißes Dorf unter Felsen

Der Morgen beginnt sonnig und mit blauem Himmel.

Dann fahren wir doch am besten gleich heute nach Setenil de las Bodegas.
Setenil ist schon lange ein Wunschziel von mir.

Der Ort ist bekannt für seine Straßen unter Felsen. Das ursprüngliche Dorf wurde an und in den Basalt Fels gebaut, was Schatten spendet und die Höhlenhäuser vor der Hitze schützt. So lebten die Menschen hier schon vor Hunderten Jahren. Der Ortskern von Setenil liegt unten in einer schmalen Felsenschlucht, die der kleine Fluss Guadalporcún in den Felsen gegraben hat.


"Der moderne Name der Siedlung entstand, nachdem sie von den Mauren befreit worden war. Die Stadt wurde erstmals 1407 belagert, fiel aber erst nach dem siebten Mal — 1484. Die Legende besagt, dass «Setenil» von der lateinischen Redewendung «septem nihil» stammt, was «siebenmal nichts» bedeutet.



Das Wort «Bodegas» im Namen der Stadt entstand nach dem 15. Jahrhundert, als christliche Siedler begannen, hier Trauben anzubauen und Wein zu erzeugen. Mitte des 17. Jahrhunderts kam jedoch alles zum Stillstand, als eine Epidemie der Reblaus, eines Insekts, das die Blätter und Wurzeln der Trauben befällt, hierher kam. 
Im Jahr 1501 wurde Setenil zur königlichen Stadt erklärt und erhielt von den Monarchen eine «Charta der Privilegien», die viele Möglichkeiten bot, die mit denen von Sevilla zu jener Zeit vergleichbar waren. "

Die Parkplätze, die ich mir aufgeschrieben hatte,finden wir nicht, aber ganz oben gibt es kostenlose Parkplätze am Straßenrand. Beim Abstieg in den Ort graust mir schon...alles was wir runter gehen, müssen wir auch wieder rauf.
Ein gehäkelter Weihnachtsbaum...Mal was Neues


Durch die Gassen abwärts 



gelangen wir zum Plaza Andalucía, hier befindet sich das Rathaus, Banken, das Tourismusbüro und Restaurants und Geschäfte.


Von hier gelangen wir über Stufen zur
Calle Herreria (Straße der Schmiede). 




Diese ist so schmal, dass man gleichzeitig die Hauswände auf beiden Seiten berühren kann, wenn man die Arme ausbreitet.
Der Ortskern bietet Fotomotive ohne Ende.





Eine der amm häufigsten fotografierten Straßen ist die Calle Cuevas del Sol ( Höhlen der Sonne) , die sich unter einer überhängenden Klippe auf der Sonnenseite des Río Trejo befindet.
Im Lokal ist echte Felsenwand.



Genauso bekannt ist die Calle Cuevas de la Sombra, die völlig unter einem Felsen und somit im Schatten liegt. Die finde ich noch faszinierender als die andere Seite.






Es gibt noch viel mehr zu sehen, wie den Mirador del Carmen und die Kapelle der Jungfrau Carmen aus dem 18. Jahrhundert, die die Schutzpatronin des Höhlendorfs ist. Außerdem das Castillo de Setenil de las Bodega, der Mirador de La Villa und noch viel mehr... Aber wir haben genug Eindrücke gesammelt, man muss und kann nicht alles sehen. Also machen wir uns an den Aufstieg der gar nicht so schlimm ist.



Auf der Rückfahrt staunen wir wieder über die Landschaft 


und über die Mengen an Olivenplantagen. 



 Nach dem "anstrengenden " Tag gönnen wir uns heute Mal Fleisch satt



2 Kommentare:

  1. Das Fleischgericht wäre was für Andreas. Wie sind dort eigentlich die Preise?

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    1. Die Fleischportionen haben 21 und 24 Euro gekostet. Man kann sich aber mit Tapas günstig verpflegen und die Getränke sind auch ok. Beim Einkauf im Supermarkt habe ich das Gefühl, ich hätte mehr für weniger Geld als zu Hause.

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